RB-NEU­ES ÜBER UNSE­RE ARBEIT

Ver­jäh­rungs­ver­kür­zung auf 12 Mona­te im
Han­dels­ver­tre­ter­ver­trag unwirk­sam

RB erstrei­tet Ent­schei­dung zur Unwirk­sam­keit einer die Ver­jäh­rung ver­kür­zen­den Rege­lung in einem for­mu­lar­mä­ßig ver­wen­de­ten Han­dels­ver­tre­ter­ver­trag

Die Ver­jäh­rungs­frist für alle Ansprü­che aus die­sem Ver­trag beträgt 12 Mona­te. Der Frist­ab­lauf beginnt mit der Fäl­lig­keit des Anspruchs, spä­tes­tens mit der Kennt­nis­er­lan­gung von der Anspruchs­ent­ste­hung” 

Die­se Klau­sel ist unwirk­sam, wenn sie ein Unter­neh­men for­mu­lar­mä­ßig in Han­dels­ver­tre­ter­ver­trä­gen ver­wen­det. Das Land­ge­richt Dort­mund hat in drei par­al­le­len Ver­fah­ren (u.a. Az. 7 O 262/18) Ent­schei­dun­gen ver­schie­de­ner OLG (z.B. des OLG Hamm I‑18 U 85/17) bestä­tigt, in denen mit teil­wei­se aus­führ­li­chen Begrün­dun­gen nahe­zu iden­ti­sche Klau­seln eben­falls für unzu­läs­sig gehal­ten wur­den. Auch das LG Dort­mund wen­det sich gegen eine deut­lich frü­he­re, inhalt­lich anders lau­ten­de Ent­schei­dung des KG Ber­lin (2 U 7/01), das mit ande­ren Argu­men­ten nicht von einer AGB – Wid­rig­keit aus­ge­gan­gen war und das nun­mehr aller­dings als über­holt bezeich­net wer­den muss.

Das Urteil des Land­ge­richt Bochum ist noch nicht rechts­kräf­tig und wird wahr­schein­lich in der Beru­fung vom OLG Hamm über­prüft wer­den. Für die rechts­si­che­re Gestal­tung von Han­dels­ver­tre­ter­ver­trä­gen dürf­te es aber auch so jeden­falls bis zum Ende der Beru­fung zu beach­ten sein; ent­spre­chen­de ver­trag­li­che Ver­jäh­rungs­re­ge­lun­gen sind ohne hin beson­ders sorg­fäl­tig zu prü­fen und zu gestal­ten.

Wir sind kom­pe­ten­ter Ansprech­part­ner für die Gestal­tung und Prü­fung von Han­dels­ver­tre­ter­ver­trä­gen und für alle sons­ti­ge Fra­gen des Ver­triebs­rechts.

Für RB hat den Rechts­streit beglei­tet: Dr. Phil­ipp Bolla­cher